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  <title>Blogs - Wasserstoff-Fahrer Forum</title>
  <subtitle></subtitle>
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  <updated>2021-11-17T16:14:31Z</updated>
  <logo>https://h2-fahrer.com/pub/Main/SitePreferences/Wasserstoff-Forum.svg</logo>
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  <rights>Copyright 2026 by contributing authors</rights>
  <entry>
	<title>Die erste Panne</title>
	<id>https://h2-fahrer.com/Blogs/DieErstePanne</id>
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	<updated>2021-10-07T09:00:45Z</updated>
	<author><name>WolfgangDenk</name></author>
	<content type="html"><![CDATA[
<p></p>
<p></p>
Nach knapp 29.000 km der erste Defekt:  Ausfall des Hauptdrucksensors.  Wie gut funktioniert der Hyundai-Service bei einem exotischen Auto?
<p></p>
<p></p>
<p></p>
Wie immer passiert es dann, wenn man es nicht brauchen kann.
Am Samstag, dem 18. 09. 2021, war eigentlich ein Umzug geplant.
Aber als ich meinen Nexo starte, kommt eine Fehlermeldung:
<br /> 
<br />
<br />
<br />
OK&#8230;  ALso erst mal die übliche Vorgehensweise: ausschalten, 2 Minuten warten, neu einschalten.
So - die Meldung mit der Reichweiten-Begrenzung ist erst einmal weg.  Dafür kommt nun eine neue Meldung:
<br />
<br />
<br />
<br />
"Fehler im Kontrollsystem" interpretiere ich, dass nicht unbedingt ein Fehler aufgetreten ist, sondern dass eine
der Überwachungseinrichtungen nicht mehr richtig funktioniert.  Am Samstag hat die Werkstatt eh zu, also probiere ich mein Glück.
Das Auto funktioniert ganz normal, nur bei jedem Start wird die Meldung "Fehler im Kontrollsystem" angezeigt.
Nach einer längeren Pause ist dann auch die weg.  Dafür kommen dann zwei andere Meldungen:
<br />
<br />
<br />
<p></p>
<br />
<br />
Sonst funktioniert das Auto völlig unauffällig - nur einmal stutze ich, weil ich beim Starten denke, dass eine größere Reichweite angezeigt wird, als ich sie vom Abstellen das Autos in Erinnerung hatte.
<p></p>
In jedem Falle fahre ich bei der ersten Gelegenheit (Montag, 20. 09. 2021) in die Werkstatt.
Dort zeigt sich das Auto hilfsbereit, denn bei der Probefahrt springt die Reichweitenanzeige ein paar Mal hin und her.
Die Diagnose ist dann recht schnell: der Hauptdrucksensor des Wasserstoffsystems ist defekt und liefert keine stabilen Messwerte mehr.
<br />
<br />
<br />
<br />
Das Bild zeit den defekten Sensor&#8230;
<p></p>
Natürlich hat die Werkstatt so ein exotisches Bauteil nicht vorrätig, sondern muss es erst bestellen.
Die erste Anfrage lieferte "30.Oktober" als Liefertermin - ungläubiges Staunen. Die zweite Anfrage sah dann aber besser aus,
Lieferzeit ca. 1 Woche.
<p></p>
Das war am 20. 09.  Als der genannte Termin erreicht war, ich aber nichts von meinem Nexo gehört habe, rufe ich in der Werkstatt an:
"Der Sensor war bei der Lieferung nicht dabei. Die  aktuelle Abfrage sagt, dass er übermorgen geliefert werden soll."
Das Spiel wiederholt sich seitdem: der genannte Termin verstreicht, der Sensor wird nicht geliefert, und als neuer Liefertermin wird "übermorgen" angezeigt.
Heute ist der 07. 10. - ich warte also schon fast drei Wochen auf das Ersatzteil.
<p></p>
Oh je&#8230;
<p></p>
<p></p>
	]]></content>
	</entry>
  <entry>
	<title>Hyundai Nexo: Auto ohne Zubehör oder: Fire and Forget...</title>
	<id>https://h2-fahrer.com/Blogs/HyundaiNexoAutoOhneZubehoerOderFireAndForget</id>
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	<updated>2020-09-24T18:47:12Z</updated>
	<author><name>WolfgangDenk</name></author>
	<content type="html"><![CDATA[
<p></p>
<p></p>
Ich fahre einen Hyundai Nexo. Ich finde ihn immer noch cool. Aber irgendwann kommt bei jedem Auto der Punkt,
wo man es mal für praktische Dinge einsetzen muss. Und dann kommt die Ernüchterung: der Nexo ist ein Auto ohne Zubehör.
<p></p>
<p></p>
<p></p>
Man will mit der Familie in den Urlaub fahren, und wieder einmal ist es mehr Gepäck geworden, als man dachte.
Kein Problem - wir packen das in die Dachgepäckbox.  Eine Dachreling hat das Auto ja, also brauchen wir nur noch die Querträger&#8230; &#8230;. uh!
<p></p>
Es herbstelt, und nun sollte ich doch mal den einen oder anderen Hänger Gartenabfälle zum Wertstoffhof fahren.
OK, da muss ich erst noch die Anhängevorrichtung nachrüsten lassen&#8230; oh!
<p></p>
Was bei anderen Autos eine Selbstverständlichkeit ist, ist beim Nexo schlicht und einfach unmöglich.
<p></p>
Als ich vor fast zwei Jahren meinen Nexo bestellt habe, wurde auf
mir auf meine Fragen nach Zubehör wie Anhängekupplung oder
Dachgepäckträger gesagt, diese seien in Vorbereitung und würden "in
Kürze" verfügbar sein.
<p></p>
Aber auch heute noch, über
zwei Jahre nach der offiziellen Markteinführung, gibt es einfach gar
nichts.
<p></p>
<p></p>
Anhängekupplung?  Der Handel bietet (angeblich) passende Einbausätze
an - die Hyundai-Werkstätten heben die Hände und dagen: geht nicht,
keine Zulassung.  Das kann doch nicht sein, praktisch jedes andere
Elektroauto auf dem Markt kann mit Anhängekupplung nachgerüstet
werden.  Warum geht das bei Hyundai nicht?
<p></p>
<p></p>
Dachgepäckträger?  "Keine Dachlast zugelassen", sagen mir die
Werkstätten.  Wo gibt es denn sowas?
<p></p>
Wenn ich mir z. B. [1] ansehe, bietet der Handel eine breite Palette
von Produkten an, und ich darf die alle nicht benutzen?  Warum nicht?
<p></p>
Die Hyundai Kundenbetreuung schreibt dazu nur:
<em>In der Tat ist für den Hyundai NEXO weder eine Stützlast noch eine Anhängelast von unserem Hersteller in Südkorea freigegeben. Die Dachlast beträgt 100 Kilogramm. Warum dennoch auf dem freien Teilemarkt Transportlösungen in Form von Fahrradträgern und Anhängezugvorrichtungen angeboten werden, entzieht sich unserer Kenntnis. Bitte sprechen Sie die Anbieter direkt an, auf welcher Basis ein Anbau möglich sein soll.</em>
<p></p>
Also hilfreich ist das auch nicht&#8230;
<p></p>
Besonders aufschlußreich wird es, wenn ich bei Huyndai selbst nach
Zubehör für den Nexo suche.  Auf
Hyundais eigener Zubehör-Seite
wird der Nexo nicht einmal
genannt!!  Da kauft man ein Auto für über 70.000 Euro, und es gibt
KEINERLEI Zubehör dafür vom Hersteller?  Wow, das ist beeindruckend!
<p></p>
<p></p>
Das ist ein Bild, das sich über die komplette Bandbreite fortsetzt.
Versuchen Sie mal (mit den Zugriffsmöglichkeiten eines normalen
Kunden) herauszufinden, wie man für den Nexo ein Kartenupdate
erhalten kann?  Schnell findet man [3]; bei der Registrierung wird
man nach dem Modell gefragt&#8230; und schon ist der Spaß zu Ende, denn
den Nexo findet man da nicht.
<p></p>
Auf [4] wird mir ein "Lebenslanges Navi-Update von Hyundai"
versprochen, aber ausser der Presseinformation findet man - richtig,
wieder einmal NICHTS.
<p></p>
Oh, dann gibt es da noch die "Official Hyundai Motors Navigation
Update Website".  Im Internet Archiv kann man sie noch finden, mit
vollmundigem Text wie "Welcome to the official Hyundai Motors
navigation update website. You can update your navigation system to
the latest version..."  was ist von dem Versprechen geblieben?
Genauso viel wie von der Webseite&#8230; NICHTS&#8230;
<p></p>
Ach ja, die Hyundai Kundenbetreuung schreibt dazu:
<em>Im Rahmen einer Wartung bei einem Hyundai Vertragspartner wird Ihnen das für Sie kostenlose Kartenmaterial mit aufgespielt.</em>
Ja, so hat man das im vergangenen Jahrtausend gemacht.
Bei einem Auto dieser Preisklasse, das noch dazu mit dem Anspruch auf fortschrittliche Technologie angetreten ist,
sollten neue Karten und andere Softwareupdates eigentlich ganz ohne mein Zutun z. B. nachts per OTA-Update eingespielt werden.
<p></p>
<br />[1] https://www.vmaxx.de/zubehoer/hyundai-nexo
<br />[2] https://www.hyundai.de/service-zubehoer/zubehoer/
<br />[3] https://hyundai.naviextras.com/shop/portal?live.ui.locale.code=de
<br />[4] https://www.hyundai.news/de/modell-news/immer-auf-dem-neuesten-stand-lebenslanges-navi-update-von-hyundai/
<br />[5] http://update.hyundai.com/DE/EN/Main
<p></p>
<p></p>
Da hat Hyundai eigentlich ein richtig schönes Auto gebaut.  Aber wie
wird es vermarktet?  Wie kümmert sich Hyundai um die Zufriedenheit
seiner Kunden?
<p></p>
<p></p>
Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie enttäuscht ich bin!
<p></p>
<p></p>
	]]></content>
	</entry>
  <entry>
	<title>Warum gibt es keine deutschen H2-Autos?</title>
	<id>https://h2-fahrer.com/Blogs/WarumGibtEsKeineDeutschenH2Autos</id>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://h2-fahrer.com/Blogs/WarumGibtEsKeineDeutschenH2Autos"/>
	<updated>2020-06-28T14:14:31Z</updated>
	<author><name>WolfgangDenk</name></author>
	<content type="html"><![CDATA[
<p></p>
<p></p>
Die Produktion des einzigen Brennstoffzellen-Auto eines deutschen
Herstellers, des Mercedes-Benz GLC F-Cell, wurde eingestellt, einen
Nachfolger soll es nicht geben (vgl.&#91;1&#93;).
<p></p>
Warum gibt es keine deutschen H2-Autos?
<p></p>
<p></p>
<p></p>
Verfechter batterieelektrischer Antriebe verspotten die
Brennstoffzelle (engl. "fuel cell") gern auch als "fool cell" (dt.
etwa "Narren-Zelle, vgl. z. B. &#91;2&#93;).  Gern wird dabei auch von der
neuen, noch wenig erprobten Technologie gesprochen, die als noch
nicht praxistauglich eingstuft wird - oder man erklärt sie ganz im
Gegentail als überholt und "von gestern", was z. B. die Meinung von
VW-Chef Herbert Diess zu sein scheint (&#91;3&#93;).
<p></p>
Aber - ist das wirklich eine neue Technlogie?  Ich selbst habe von
der Brennstoffzelle erstmals in den 60er Jahren gehört, als diese in
den Gemini-Missionen der NASA zum Einsatz kamen - wie später auch in
den Apollo-Raumschiffen, den Space Shuttles und in der ISS. "Im All
sind Brennstoffzellen längst Standard" titelt der innovations report
&#91;4&#93;.
Der Wikipedia-Artikel zur Brennstoffzelle &#91;5&#93; listet
zahlreiche weitere Anwendungen auf, und über die Geschichte der
Brennstoffzellen gibt es einen extra Eintrag &#91;6&#93;, wo man erfährt, dass
die Brennstoffzelle bereits 1838 erfunden wurde.
<p></p>
Soviel zum Thema "neue Technologie".
<p></p>
Und anderswo geht es doch auch: Honda, Hyundai und Toyota (in
alphabetischer Reihenfolge) zeigen, dass man H2-Autos durchaus auch
in Serie bauen und verkaufen kann.
<p></p>
Verschläft die deutsche Industrie da eine Entwicklung?  Oder könnten
wir zwar, wollen aber (noch) nicht? Und wenn ja, warum?
<p></p>
Wie geht es denn unseren deutschen Autobauern gerade?
<p></p>
Laut Statista &#91;7&#93; sind die PKW in Deutschland im Durchschnitt 9,6
Jahre alt, Tendenz steigend.  Laut Kraftfahrt-Bundesamt steht einem
Bestand von 47,7 Millionen PKW (Stand 1. Januar 2020, [
&#91;8&#93;) eine Zahl
von 3,6 Millionen Neuzulassungen (für 2919, &#91;09&#93;) gegenüber. Demnach
würde es aktuell 13,25 Jahre dauern, um den Bestand zu ersetzen.
Es scheint also durchaus berechtigt, davon auszugerhnen, dass ein
PKW in Deutschland im Durchschnitt erst nach 10 Jahren ersetzt wird.
<p></p>
Im Moment ist der Anteil der E-Autos noch sehr gering: wenn man
Elektro- (0,3%), Hybrid- (1,1%), Plugin-Hybrid- (0,2%) und H2-Autos
(0.001%) addiert (alle Zahlen aus &#91;8&#93;), sieht man, dass der Anteil
aller elektrisch angetriebenen PKW noch weit unter 2% dümpelt, also
praktisch noch keine Rolle spielt - allerdings sind die Zuwachsraten
bei Elektro- (+64,3 %) und Hybridfahrzeugen (+58,0 %) enorm.  Bei
solchen Zahlen hat jeder Unternehmer leuchtende Dollarzeichen in den
Augen.
<p></p>
Ok - aber dass die elektrischen Antriebe boomen, das wussten wir eh
schon.  Wir suchen nach einer Antwort auf die Frage, warum die
Deutschen (noch) keine H2-Autos bauen.
<p></p>
Eines ist klar:  Wasserstoffantriebe sind noch in einer sehr frühen
Phase - gerade mal 507 H2-Autos waren zum 01. 01. 2020 in
Deutschland zugelassen (&#91;8&#93;) - dem stehen aktuell 84 Tankstellen in
Deutschland (vgl. &#91;10&#93;) entgegen. Das ist eine klassische
Henne-Ei-Situation: solange es nicht mehr H2-Autos auf den Straßen zu
sehen gibt, rücken sie nicht in das Bewußtsein der breiten Massen,
und die wenigen, die sich potentiell interessieren, werden vom
dünnen Tankstellennetz schnell verschreckt.  Und wozu neue
Tankstellen bauen, wenn es keine Autos gibt, die dort tanken?
<p></p>
Aber das kann nicht die alleinige Ursache sein - das gleiche Problem
hatten die ersten batterielektrischen Autos ja auch.
<p></p>
Wer Krimis mag, der weiss, dass sich Ermittler gern (und oft
erfolgreich) mit der Frage "Cui bono?"
(Wem nützt es? vgl. &#91;11&#93;) beschäftigen.
<p></p>
Warum fokussieren sich unsere Autobauer also (zumindest nach aussen)
nur auf die batterielektrischen Antriebe?
<p></p>
Vom Abgasskandal ohnehin schon heftig geschüttelt, haben sie die
elektrischen Antriebe in der Tat zu lange ignoriert.  Lange haben
sie über Tesla gelächelt, heute laufen sie der Entwicklung
hinterher.  Aber das ist es nicht allein&#8230;
<p></p>
So warnt z. B. VW-Chef Herbert Diess, dass ein E-Auto etwa 30 Prozent
weniger Arbeit als ein Verbrenner erfordert (&#91;12&#93;).  Da droht also
Stellenabbau in erheblicher Größenordnung.  Das liegt einfach daran,
dass E-Autos deutlich einfacher aufgebaut sind als Verbrenner -
viele der komplexen und damit teuren (und auch fehleranfälligen)
Baugruppen gibt es einfach nicht mehr:  Anlasser, Lichtmaschine,
Kupplung, Schalt- oder Automatikgetriebe, Vergaser /
Einspritzsystem, Zahnriemen, &#8230;  Die Liste, was alles wegfällt, ist
lang.  Statt dessen gibt es im Grunde nur noch Stromlieferant,
Elektromotor, Leistungselektronik und ein Computersystem, das
Steuerung, Infotainment und sonstige Funktionen übernimmt.
<p></p>
Wenn aber so viele komplexe und damit fehleranfällige Komponenten
wegfallen, dann kann man recht einfach ableiten, dass sich die
Zuverlässigkeit des Systmes erhöht - es benötigt weniger Service und
Wartung (Achtung, Autowerkstätten - auch auf Euch kommt etwas zu),
und vor allem sollte man mit einer höheren Lebensdauer rechnen
können.  Den Stromerzeuger lassen wir bei dieser Spekulation besser
erst einmal aussen vor - über die zu erwartende Lebensdauer der
Batterien und Brennstoffzellen muss man sicher noch einmal separat
reden.
<p></p>
In einer Zeit, wo Abgas-Skandal auf der einen und Aktionen für mehr
Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf der anderen Seite der
Autoindustrie einiges an ernst zu nehmenden Sorgen bereiten, kommt
nun also die Technologie der elektrisch angetriebenen Autos auf den
Markt.  Das ist eine Chance für die Autoindustrie, den Absatz neuer
E-Autos anzukurbeln, mit tatkräftiger Unterstützung durch unsere
Politik.
<p></p>
Aber die E-Autos können nicht nur einfacher gefertigt werden
(Arbeitskräfteabbau), sondern sie haben auch das Potential einer
längeren Lebensdauer - nach einem kurzen Boom jetzt wird es dann
also noch schwerer, neue Autos an den Mann (und zunehmend gern auch an die Frau!) zu bringen.  Selbst das
Locken mit neuen Leistungsmerkmalen klappt nicht mehr so wie früher: Heute wird sehr viel davon in Software realisiert, und die neuesten
Features können einfach per Software-Update eingespielt werden - per
OTA-Update ("Over the air") muss dazu das Auto nicht einmal mehr in
eine Werkstatt.  Tesla zeigt sehr schön, was da heute schon alles
geht.
<p></p>
Also gibt es jetzt nur einen kurzen Boom, und dann brechen die
Ergebnisse um so heftiger ein?  Ohne dass man etwas dagegen tun
kann?
<p></p>
Man könnte jetzt spekulieren: Was wäre, wenn jetzt nurbatterielektrische Autos auf den Markt kommen, und in ein paar
Jahren (während der andere Hersteller die Brennstoffzellen-Technologie noch weiter verfeinern)
präsentiert man dann den Kunden eine neue Idee.  Bis dahin ist der
E-Auto-Hype verflogen, und die Ernüchterung über die unpraktischen
kurzen Reichweiten, die immer noch zu wenigen und grade dann, wenn
man sie braucht, bereits besetzten Ladestationen und vor allem die
viel zu langen Ladezeiten hat eingesetzt.  Was, wenn dann eine neue
Generation von E-Autos auf den Markt kommt, die all diese Nachteile
nicht mehr hat, weil sie mit Brennstoffzelle statt mit Batterie
funktionieren?  Dann, so könnte man spekulieren, kann unsere Autoindustrie in einer zweiten Welle noch einmal eine neue Generation von E-Autos auf den Markt
werfen, lange bevor das nach der eigentlichen Lebensdauer der
batterieelektrischen Autos zu erwarten gewesen wäre,
<p></p>
Das Sparsamkeitsprinzip, oft auch Ockhams Rasiermesser genannt (&#91;13&#93;),
besagt, dass die Erklärung, die mit den wenigsten und einfachsten
Annahmen auskommt, mit hoher Wahrscheinlichkeit die zutreffende ist.
<p></p>
Unsere deutschen Ingenieure und Wissenschaftler sind nicht dumm, und
die Marketingleute und Planer der Autoindustrie sicher auch nicht.
Könnte es vielleicht sein, dass die Spekulation auf so eine "zweite
Welle" der Grund ist, dass wir (noch) keine H2-Autos auf den Markt
bringen?
<p></p>
"Cui bono?" Wem zum Vorteil?
<p></p>
Nur - ob die Rechnung aufgeht? Die "anderen" schlafen nicht und bauen ihren Vorsprung vermutlich weiter aus&#8230;
<p></p>
<span id="QuotRef01"></span>
[1] auto motor sport: Mercedes stoppt den GLC F-Cell
<br />
<span id="QuotRef02"></span>
[2] manager magazin: Wasserstoff als Wundermittel
<br />
<span id="QuotRef03"></span>
[3]
Elektroauto-News: VW-Chef Diess hält Wasserstoff-Autos für „Unsinn“
<br />
<span id="QuotRef04"></span>
[4] innovations report: Im All sind Brennstoffzellen längst Standard
<br />
<span id="QuotRef05"></span>
[5] Wikipedia: Brennstoffzelle
<br />
<span id="QuotRef06"></span>
[6] Wikipedia: Geschichte der Brennstoffzellen
<br />
<span id="QuotRef07"></span>
[7] Statista: Durchschnittliches Alter von Pkw in Deutschland in den Jahren 1960 bis 2020
<br />
<span id="QuotRef08"></span>
[8] Kraftfahrt-Bundesamt: Jahresbilanz - Bestand
<br />
<span id="QuotRef09"></span>
[9] Kraftfahrt-Bundesamt: Jahresbilanz - Neuzulassungen
<br />
<span id="QuotRef10"></span>
[10] h2.live: Übersicht
<br />
<span id="QuotRef11"></span>
[11] Wikipedia: Cui bono
<br />
<span id="QuotRef12"></span>
[12] manager magazin: Autobosse legen Elektro-Konflikt vorerst bei
<br />
<span id="QuotRef13"></span>
[13] Wikipedia: Ockhams Rasiermesser
<p></p>
<p></p>
	]]></content>
	</entry>
  <entry>
	<title>Wie alles begann</title>
	<id>https://h2-fahrer.com/Blogs/WieAllesBegann</id>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://h2-fahrer.com/Blogs/WieAllesBegann"/>
	<updated>2020-06-28T09:25:50Z</updated>
	<author><name>WolfgangDenk</name></author>
	<content type="html"><![CDATA[
<p></p>
<p></p>
Es ist gar nicht so leicht, ein Wasserstoff-Auto zu kaufen&#8230;
<p></p>
<p></p>
<p></p>
Am 13. März 2018 erhielt ich eine Mail vom Kundenberater meines damaligen
Leasing-Gebers mit der Frage: "Der Leasingvertrag zu Ihrem
derzeitigen &#8230; endet am 04.10.2019 . Haben Sie sich bereits
Gedanken gemacht, wie es im Anschluss daran für Sie weitergehen
könnte?"
<p></p>
Das war gerade in der Mitte meines damals laufenden
Leasingvertrages, ich hatte also noch rund eineinhalb Jahre Zeit zum
Nachdenken.  Ich fuhr damals einen fast 200 PS starken sportlichen
Diesel und kam, mit dem
Dieselskandal
frisch im
Gedächtnis, schnell zum Entschluß, dass das nächste Auto keinen
Verbrennungsmotor mehr haben sollte.  Also begann die Suche nach
einem Auto mit Elektroantrieb, das für meine Zwecke brauchbar war.
<p></p>
Ich fahre derzeit im Jahr um die 30.000 km und pendele dabei
30&#8230;40 Mal im Jahr zwischen München und Nürnberg, also ca. 200 km
einfache Strecke. Allerdings sind auch immer wieder Fahrten über 400
und mehr Kilometer dabei - dann in der Regel früh hin und abends
zurück. In meiner Familie leben ausser meiner Frau und mir drei fast
schon erwachsene Kids - das Auto muss also zudem ausreichend Platz
bieten.
<p></p>
Es wurde schnell klar, dass keiner der deutschen Automobilbauer
ein Modell auch nur in Planung hatte, dass für so ein Profil getaugt
hätte.  Eigentlich blieb nur Tesla übrig. Model S oder X lagen
deutlich über dem Preisrahmen, der mich interessierte.  Blieb nur
noch Model 3 übrig, der damals "bald" auf den deutschen Markt kommen
sollte.  Im September 2018 erkundigte
ich mich dann genauer bei Tesla nach zu erwartender Ausstattung und
Leasing-Konditionen.  Die Auskunft, die ich übereinstimmend sowohl
per E-Mail von den "European Inside Sales" als auch von einem
Tesla-Händler in Nürnberg erhielt, war
enttäuschend: Nein, zur Ausstattung könne man noch nichts sagen.
Auch nicht, mit welcher Batterie und damit Reichweite das Auto in
Deutschland an den Start gehen soll. Irgendwelche Details zu
Assistenzsystemen usw. schon gleich gar nicht. Und auch einen Preis
oder Leasing-Konditionen könne man mir noch nicht sagen - aber ich
solle möglichst gleich ein Fahrzeug reservieren, denn die Liste der
Vormerkungen sei schon ziemlich lang.
<p></p>
Super!  Null Informationen zur genauen Spezifikation oder zum Preis,
aber man möge die Katze im Sack doch bitte sofort verbindlich bestellen.
<p></p>
Ich hatte meine Pläne, ein elektrisch angetriebenes Auto zu leasen,
wegen Undurchführbarkeit schon fast aufgegeben, da las ich einen
Bericht über die Markteinführung des Hyundai Nexo im "August 2018"
in Deutschland.  OK, der Preis lag ein gutes Stück über meiner
eigentlichen Planung, aber dafür gab es eine klare, verbindliche
Spezifikation - und eine im Vergleich zu den batterieelektrichen
Modellen fantastische Reichweite.  Allerdings &#8230; nicht einmal ein
Dutzend Wasserstofftankstellen in ganz Bayern 
<p></p>
Aber der Gedanke ließ mich nicht mehr los, und ich begann,
systematisch nach Informationen zu suchen - zum Nexo selbst, zur
Technologie Brennstoffzelle, zu anderen serienreifen Autos mit
Brennstoffzelle, zur Wasserstoffversorgung, Ausbauplänen für das
Tankstellennetz usw.
<p></p>
Je mehr ich las, desto mehr festigte sich meine Überzeugung, dass
batterieelektrische Fahrzeuge allenfalls eine Übergangstechnologie
sein können, aber weder eine langfristige Lösung für PKW, vor allem
nicht, wenn regelmäßig Reichweiten von ein paar Hundert Kilometern
gefahren werden müssen, und schon gar nicht für den
Schwerlastverkehr.
<p></p>
Dann kam der schwerste Teil - das Nachdenken über mein
Nutzungsprofil und ob ich denn mit dem dünnen Tankstellennetz
irgendwie zurechtkommen kann.  Es zeigte sich, dass bei meiner
wöchentlichen Fahrt München - Nürnberg drei Tankstellen
(Nürnberg-Fischbach, Ingolstadt und Fürholzen) direkt an der Strecke
lagen - und mit 500&#8230;700 km Reichweite sollte ich die
Zwischenzeiten gut überstehen.  OK, wenn ich meinen Freund in Ungarn
besuche, kann ich in Wien das letzte Mal tanken - aber das war die
einzige Situation, die mir einfiel, wo ich überhaupt über Reichweite
und nächste Tankstelle nachdenken musste.
<p></p>
Kurz, meine Entscheidung war gefallen, ein Experiment Nexo zu
starten.  Da ich das Fahrzeug leasen würde, war auch der zeitliche
Rahmen überschaubar, und ich mußte mit keine Gedanken über einen
Wiederverkaufswert am Ende meiner Nutzungsdauer machen.  Ein
zeitlich befristetes Experiment - fast schon aufregend&#8230;
<p></p>
Am 18. 12. 2018 unterschrieb ich den Leasingvertrag und damit die
verbindliche Bestellung.  Darin stand eine verbindliche Lieferzeit
von "bis zu 12 Monaten", aber mein Händler meinte, ich könne
voraussichtlich ab Juni 2019 damit rechnen.  Mein alter
Leasingvertrag lief bis zum 04. 10., also war ausreichend Puffer.
<p></p>
Dachte ich.  Aus dem Juni wurde August, dann September. Der Nexo war
nicht in Sicht.  Ich wurde langsam nervös, denn Anfang Oktober
musste ich mein aktuelles Auto zurückgeben.  Aber mein Autohändler
hatte mit fest versprochen, dass er mir garantiert, dass ich mobil
beliben werde.  Leider nur mündlich.  Als ich am 02. 10. 2019 mein
bisheriges Auto abgegeben hatte un bei ihm auf der Matte stand, um
ihn an sein Versprechen zu erinnern, gab er mir - sichtbar wenig
begeistert - auf "kleinem Dienstweg" und ohne Wissen seines
Verkaufsleiters sein privates Dienstauto, einen Hyundai i30 mit 100
PS, der sich im Vergleich zu dem Auto, das ich davor fuhr, anfühlte
wie ein Aufsitzrasenmäher&#8230;
<p></p>
Vier Wochen später, gegen Ende Oktober, kontaktierte mich der
Verkaufsleiter des Autohauses, der mir mitteilte, dass sich der
Liefertermin wieder einmal verschoben habe - on Anfang November auf
die erste Februarwoche 2020.  Und er hatte vom Deal seines Verkäufers
erfahren und teilte mir mit, dass das so ganz und gar nicht ginge
und ich das Auto sofort zurückgeben müsse.  Und Hyundai bzw. das
Autohaus sei auch nicht verpflichtet, für ein Ersatzfahrzeug zu
sorgen, jedenfalls nicht vor Ablauf der vertraglich garantierten
Lieferzeit. Sprich, ab 18. 12. würde ich einen Ersatzwagen gestellt
bekommen, aber keinen Tag vorher.
<p></p>
Also musste ich fast zwei Monate überbrücken - per Langzeitmiete mit
einem Audi A6 Avant. Der war zwar gut ausgestattet und hatte etwas
über 200 PS, war aber insgesamt ein ziemlich enttäuschendes Erlebnis&#8230;
Am 18. 12. 2018 tauschte ich den dann beim Nyundai-Handler gegen
einen kostenlosen Leihwagen ein, einen Ioniq Hybrid.  Auch der eine
ziemliche Enttäuschung, aber einem geschenkten Gaul&#8230;  Und ich
dachte ja, bis Anfang Februar sind es weniger als zwei Monate&#8230;
<p></p>
Ich hatte wieder einmal falsch gedacht.  Der Termin kam - und wurde
erneut verschoben, dieses Mal auf Anfang Juni.  Die Zusicherung:
"Nun aber wirklich!" konnte ich nicht mehr lustig finden.
<p></p>
Es gab dann noch weiteres Hin und Her: im März 2020 wurde mir in
Aussicht gestellt, wenn ich den Nexo statt des bestellten "Titanium
Grey Matt" in der Farbe "White Cream" nehmen würde.  Darauf
verzichtete ich, so dass es bei dem Termin Anfang Juni blieb, wobei ich
starke Zweifel hatte, ob der Angesichts COVID-19 wirklich gehalten
würde.  Um so überraschter war ich, als mich mein Autohändler schon
Mitte Mai anrief, um mir mitzueilen, dass mein Nexo in der
Anlieferung sei. Wow!  Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet, als
ich seinen Namen im Display sah..
<p></p>
Und tatsächlich, am 27. 05. 2020, pünktlich zu meinem Geburtstag,
konnte ich den Nexo endlich abholen und meine "abgasfreie Phase"
beginnen&#8230;
<p></p>
Zusammenfassend muss ich sagen, dass sich zwar mein Handler sehr
bemüht hat, aber das Autohaus selbst und vor allem Hyundai haben
sich bei der ganzen Aktion wahrlich nicht mir Ruhm bekleckert.
<p></p>
Aus meiner Sicht hat der Nexo das Potential, bei den Autos mit
Brennstoffzelle das zu werden, was der Tesla bei den
batterielektrischen Autos geworden ist.  Aber dazu muss Hyundai die
Autos auf die Straße bringen - und je mehr Autos, je besser.
Und mit so einem Verhalten lockt man keine Kunden an - ich will nicht wissen,
wieviele andere an meiner Stelle längst abgesprungen und auf ein
anderes, leichter verfügbares Auto ausgewichen wären.  Wirklich
schade, dass Hyundai hier seine Chancen so verspielt, denn der Nexo
ist einfach ein geiles Auto!
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